Archiv der Kategorie: Patria

Für ein offenes und mutiges Dresden / Sachsen

Gern möchte wir, ebenfalls darauf aufmerksam machen, dass morgen um 15 Uhr an der Frauenkirche eine Kundgebung für ein weltoffenes Heimatland Sachsen stattfindet.
Unter anderem werden dort unser Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU),  unsere Oberbürgermeisterin Orosz (CDU), sowie unser Bischof, S.E. Heiner Koch sprechen.
Die Situation mit der PEGIDA ist sehr kompliziert und hochkomplex. Sicherlich gilt es unseren Bischof zu folgen, dass wir die Menschen der PEGIDA nicht verurteilen dürfen, sondern mit Ihnen ins Gespräch kommen müssen. Ebenfalls dürfen wir nicht alle Mitbürger aus den Reihen der PEGIDA in die sogenannte „RechteEcke“ stoßen.
Die Kundgebung soll der „Welt“ zeigen, dass Dresden und unser Freistaat weltoffen, tolerant und mutig ist.

Cartellverband bezieht Position zu PEGIDA

Der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen, hat gestern seine Position zur Dresdner PEGIDA-Bewegung geäußert. Als Dresdner Studentenverbindung im CV veröffentlichen wir deshalb hier die offizielle Mitteilung der CV-Homepage.

München, 17. Dezember 2014.- Mit tiefem Bedauern nimmt der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) die sich häufenden PEGIDA-Demonstrationen gegen den Islam zur Kenntnis. Dass sie ausgerechnet in Dresden den größten Zulauf haben, also in einer Stadt, in der es praktisch keine Muslime gibt, zeigt deutlich, dass hier irrationale Ängste geschürt werden, um einer irgendwie gearteten Unzufriedenheit Ausdruck zu geben. Es wäre besser, so der Vorsitzende des Cartellverbandes, der Münchner Rechtsanwalt Heiner Emrich, wenn alle diejenigen, die Angst vor einer Islamisierung Europas äußern und somit scheinbar dessen christliche Wurzeln hervorheben wollen, sich auch tatsächlich zu den christlich-jüdischen Grundlagen Europas bekennen und sich aktiv für deren Werte einsetzen würden, insbesondere also für die Toleranz.

Ein solches Engagement würde ein Zusammenleben mit Muslimen ohne Ängste ermöglichen. Religion ist kein politischer Machtfaktor und darf deshalb auch kein Hindernis für ein friedliches Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen sein. Wenn Europäer allerdings ihre christlich-jüdische Basis verleugnen und sich praktisch gegen jede Art von Religion wenden, dann üben sie damit selbst eine politische Macht aus und fördern so eine Gegenbewegung, die extremistischen Islamisten hilft, ihre Religion zu einem politischen Machtfaktor zu machen.

Emrich ruft deshalb zu einem positiven Zusammenleben im Sinne christlicher Nächstenliebe auf. Die Tatsache, dass in Deutschland die Orientierung an Werten immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird, stellt einem solchen Engagement zwar Hindernisse in den Weg, fordert aber gleichzeitig umso mehr dazu auf, diese abzuräumen.

Der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen sieht seine Aufgabe darin, bei Studentinnen und Studenten die christliche Werteorientierung zu stärken und dadurch in der Berufswelt und der Gesellschaft das Wertebewusstsein zu fördern. Statt einer Abwehrhaltung pflegt der Cartellverband deshalb den interreligiösen Dialog, um so seinen Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben zu leisten.

Mauerfallkommers

DSCF4812Der 9.November 1989 ist wohl eines jener Ereignisse, die in die Geschichte eingegangen sind. Die Mauer, welche nicht nur unser Vaterland, sondern ganz Europa teilte, fiel. Die sowjetische Okkupation, das Leid und das Unrecht fielen im ganzen Ostblock, also in Ost-und MittelEuropa.

Für uns als Ost-Deutsche Verbindung hat dieses Datum bzw. diese Handlungen und der dahinter sich versteckende Prozess eine starke Bedeutung. Aus diesem Grund feierten wir den 25. jährigen Mauerfall außergewöhnlich. Um 16:30 trafen sich ca. 20  Bundesbrüder, Farbenbrüder und natürlich deren liebreizenden Damen an der „Gedenkstätte Bautznerstraße“. Unter der Leitung eines Zeitzeugen, eines dort inhaftierten Opfers des DDR-Regimes, erkundeten wir die furchtbaren Gemäuer und die Greultaten der Stasi bzw. der DDR. Nach diesem sehr emotionalen Aufenthalt fuhren wir gemeinsam auf das Chursachsenheim zum gemeinsamen Abendbrot.

DSCF4822Dort überraschten uns eine schiere Zahl unerwarteter Gäste und Alter Herren. Nach der gemeinsamen Stärkung schlug unser hoher Senior den Mauerfallkommers um 20 Uhr an. Für Ihn war es eine wahre Herausforderung so war der Kneipsaal bis auf, im wahrsten Sinne des Wortes, letzten Platz gefühlt. Aus Respekt und als Bekundung unserer Verbundenheit mit den geheimen und im Untergrund agierten Studentenverbindungen der DDR-Zeit, wurde der Kommers nicht nach unseren Ritualen vollzogen, sondern nach jenen, welcher zur Zeit der DDR gegolten haben. Als Festredner agierten an diesem festlichen Tag mehrere Referenten – alles Zeitzeugen aus unseren Reihen. Um Punkt 24 Uhr, also am Beginn des 9.11.2014 sangen wir als Abschlusses des Kommerses die Europahymne als Zeichen der Verbundenheit zu unserem Vaterland und zu unseren europäischen Nachbarn. Abschließend waren wir noch weit bis in die Morgenstunden gemeinsam auf unserem Chursachsenheim und debattierten mit unseren Bundesbrüdern, die diese Zeit aktiv miterlebten.

PanEuropa Vortrag

S0194740Am gestrigen Donnerstag, um 19 Uhr fand, wie angekündigt im Haus der Kathedrale der Vortrag eines Mitgliedes des Bundesvorstandes der PanEuropa statt. Was uns sehr erfreute, war, dass nicht nur Vertreter von Studentenverbindungen und der PanEuropaUnion im Auditorium gewesen waren. Es befanden sich Vertreter der unterschiedlichsten Verbände, wie zum Beispiel der CDU und Kolping mit ein. Weiterhin waren auch Zuhörer ohne Verbands od. Vereinshintergrund zu gegen. Als Ehrengäste begrüßte der Redner des Abends, die starke Fraktion der katholischen Geistlichkeit herzlich und mit allen gebührenden Ehren.

Der Vortrag, „Geschichtliche, politische und übernationale Zusammenhänge zwischen dem Heiligen römischen Reich und dem heutigen Europa“, verband geschichtliche Themen, mit unserer heutigen Situation in Europa und unseren Nationalstaaten. Zuletzt gab der Redner einen Ausblick in ein zukünftiges, gemeinschaftliches, wie auch christliches Europa. Das sehr tiefgehende und auf der katholischen Soziallehre fundamentierte Referat, wurde mit einem Zitat von Dr. Otto von Habsburg beendet, welches wohl an diesem Abend mit Programm war: „Wer nicht weiß woher er kommt, kann nicht wissen wohin er geht, da er nicht weiß wo er steht.“

Abschließend wurde im Kreise des Auditoriums und mit unserem fachkundigen Referenten noch eine Weile diskutiert und debattiert.