Mauerfallkommers

DSCF4812Der 9.November 1989 ist wohl eines jener Ereignisse, die in die Geschichte eingegangen sind. Die Mauer, welche nicht nur unser Vaterland, sondern ganz Europa teilte, fiel. Die sowjetische Okkupation, das Leid und das Unrecht fielen im ganzen Ostblock, also in Ost-und MittelEuropa.

Für uns als Ost-Deutsche Verbindung hat dieses Datum bzw. diese Handlungen und der dahinter sich versteckende Prozess eine starke Bedeutung. Aus diesem Grund feierten wir den 25. jährigen Mauerfall außergewöhnlich. Um 16:30 trafen sich ca. 20  Bundesbrüder, Farbenbrüder und natürlich deren liebreizenden Damen an der „Gedenkstätte Bautznerstraße“. Unter der Leitung eines Zeitzeugen, eines dort inhaftierten Opfers des DDR-Regimes, erkundeten wir die furchtbaren Gemäuer und die Greultaten der Stasi bzw. der DDR. Nach diesem sehr emotionalen Aufenthalt fuhren wir gemeinsam auf das Chursachsenheim zum gemeinsamen Abendbrot.

DSCF4822Dort überraschten uns eine schiere Zahl unerwarteter Gäste und Alter Herren. Nach der gemeinsamen Stärkung schlug unser hoher Senior den Mauerfallkommers um 20 Uhr an. Für Ihn war es eine wahre Herausforderung so war der Kneipsaal bis auf, im wahrsten Sinne des Wortes, letzten Platz gefühlt. Aus Respekt und als Bekundung unserer Verbundenheit mit den geheimen und im Untergrund agierten Studentenverbindungen der DDR-Zeit, wurde der Kommers nicht nach unseren Ritualen vollzogen, sondern nach jenen, welcher zur Zeit der DDR gegolten haben. Als Festredner agierten an diesem festlichen Tag mehrere Referenten – alles Zeitzeugen aus unseren Reihen. Um Punkt 24 Uhr, also am Beginn des 9.11.2014 sangen wir als Abschlusses des Kommerses die Europahymne als Zeichen der Verbundenheit zu unserem Vaterland und zu unseren europäischen Nachbarn. Abschließend waren wir noch weit bis in die Morgenstunden gemeinsam auf unserem Chursachsenheim und debattierten mit unseren Bundesbrüdern, die diese Zeit aktiv miterlebten.