Patria: dem Gemeinwohl verpflichtet

Pressemitteilung des CV zur Diskussion in der Deutschen Burschenschaft:


St. Ingbert, 19. Juni 2011.- „Die Abstammungsfrage zum Entscheidungskriterium über die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft zu machen, widerspricht dem christlichen Menschenbild, das ein tragendes Prinzip des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) ist. Der Cartellverband distanziert sich deshalb von entsprechenden Diskussionen in der Deutschen Burschenschaft. Wer derartige Gedanken auch nur diskutiert, kann für den CV kein Gesprächspartner sein.“

Dies sagt Manfred Speck, Bensheim, der Vorsitzende des CV, des mit rund 30.000 Mitgliedern größten katholischen Akademiker-Verbandes in Europa und mit Abstand größten Korporationsverbandes. Auch der CV steht zum Prinzip patria, denn für den Cartellverband verkörpere das Prinzip patria das Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland und darüber hinaus auf der Grundlage des christlich-katholischen Glaubens.

Damit fordert der CV von seinen Mitgliedern ein aktives Eintreten für die im Grundgesetz hinterlegten Rechte sowie die Wertvorstellungen des katholischen Glaubens. „Nur wer diese Handlungsaufforderung ernst nimmt, erfüllt die Anforderungen an eine Mitgliedschaft in einer Verbindung des Cartellverbandes“, fordert Speck. Staatsangehörigkeit und Abstammung spielten keinerlei Rolle, wie die zahlreichen ausländischen Mitglieder in den deutschen Korporationen bewiesen. Auch seien mit Unterstützung des Verbandes in Japan und Kamerun katholische Freundschaftsverbindungen entstanden. Mit seiner in Bildungs- und Sozialprojekten tätigen CV-Afrika-Hilfe gelte dabei besondere Aufmerksamkeit dem afrikanischen Kontinent.

3 Gedanken zu „Patria: dem Gemeinwohl verpflichtet

  1. „patria“ bedeutet im CV nicht nur das Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, sondern auch und insbesondere die Liebe zum deutschen Vaterland, zu seinem Volk, seiner Kultur und Tradition! Cbr. Speck definiert das Prinzip daher recht verkürzt. Im übrigen kann man über die „Abstammungsfrage“ sehr wohl diskutieren – ohne sie zwingend teilen zu müssen oder zum Dogma zu machen -, denn der Abstammungsgrundsatz galt über Jahrzehnte auch in Deutschland mit seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung!

  2. „denn der Abstammungsgrundsatz galt über Jahrzehnte auch in Deutschland mit seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ … eine „Grundordnung“ die aus gutem Grund geändert wurde…

  3. …Naja, die besagte „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ an sich wurde nicht geändert. Aber das bis zum Jahr 2000 allein geltende Abstammungsprinzip ( ius sanguinis ) wurde durch das Geburtsortsprinzip ( ius soli ) ersetzt bzw. ergänzt.

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